16
Okt

Three Skies - Festival for Unexpected Music and Sound

Über drei Tage, sechs Spielorten, ein ganzer Kosmos unerwarteter Musik. Am 16. Oktober bei uns im Theater im Bauturm. Three Skies ist ein neues “Festival for Unexpected Music and Sound”. Von unmittelbarer, elementarer Emotionalität bis zu zeitgenössischer Abstraktion, von geduldigem Drone zu rasenden elektronischen Mutationen, von spiritueller Tiefe zu jugendlichem Übermut. Nach mehr als einem Jahrzehnt Night of Surprise - mit wunderbaren Künstler:innen und Publikum, unerwarteten Begegnungen und Musik aus ganz unterschiedlichen Welten - schlägt Three Skies ein neues Kapitel auf. Drei Tage grenzenlose musikalische Abenteuer.

Weston Olencki ist ein Musiker und Komponist aus South Carolina, der zur Zeit in Berlin lebt und arbeitet. Im Zentrum seiner Projekte, die sich frei zwischen experimenteller Musik, traditionellen Musiken und ihren unterschiedlichen Zeiten und Räumen bewegen, stehen Musikinstrumente als Orte kultureller Einschreibung.

Bei Three Skies präsentiert Olencki ein neues Solostück, das seinen langjährigen Dialog mit den Geistern des amerikanischen Südens fortsetzt. „Old Number Four“ ist für das erste kommerziell produzierte elektrische Saiteninstrument, eine Rickenbacker „Frying Pan“ Lap-Steel-Gitarre von 1937, geschrieben. Das Stück konfrontiert alte Mythen mit technologischer Präzision und einem Archiv von Field Recordings, die in den Südstaaten entstanden sind. Es reicht zurück in eine Zeit, in der das Phänomen „Rock & Roll“ noch nicht einmal vorstellbar war, und lässt futuristische Resonanzen in die Nebenstraßen und Überschwemmungsgebiete des Mississippi-Deltas ausgreifen.


Peter Evans • Florian Zwissler • Robert Landfermann

Ein Raum. Drei Musiker. Keine Vorgaben.
Der New Yorker Trompeter Peter Evans lässt seine Trompete flüstern, sich aufspalten, knistern und gleichzeitig mehrere Töne hervorbringen. Mit atemberaubender Virtuosität - und noch mehr Musikalität - lotet er unermüdlich die Grenzen, Techniken und Möglichkeiten seines Instruments aus. Mit seinen Kölner Kollegen Florian Zwissler am analogen Synthesizer und dem Bassisten Robert Landfermann verbindet ihn das Interesse, Instrumente nicht als festgelegte Identitäten, sondern als instabile und hochflexible Klangquellen zu behandeln. Das Trio entwickelt in Echtzeit eine komplexe, schwebende Musik.


LEYA
Eine Harfe. Eine Violine. Engelsgleicher Falsettgesang. Schmerzlich intim, von atenberaubender Weite und wie aus einer anderen Welt. LEYA, das New Yorker Duo von Marilu Donovan und Adam Markiewicz, verwandelt mittelalterliche Bezüge, avantgardistischen Pop und experimentelle Komposition in etwas seltsam Gegenwärtiges. Donovans verstimmte und manipulierte Harfe trifft auf Markiewicz’ Violine und seine Opernstimme, die sich zwischen fragiler Melodik, rituellem Gesang und raueren Klangtexturen bewegen. Vertraute Instrumente werden zu fremdartigen Objekten; schöne Harmonien bekommen eine raue, körperliche Kanten. LEYA haben unter anderem mit Eartheater, James K, Actress, Ecco2K und Varg2TM zusammengearbeitet.