Zufallszahlen
Andrey Guryanov (Berlin) – Elektronik
Alexander Markvart (Berlin) – Objekte, Elektronik
Georgios Mizithras (Athen) – Elektronik
Grisha Mumrikov (Köln) – Klarinette, Bassklarinette, Elektronik
Darya Zvezdina (Berlin) – Elektronik, Gesang
„Zufallszahlen“ – eine musikalische Performance, bei der sich die Komposition nicht um vorab komponiertes Material dreht, sondern um die Bedingungen, unter denen die Musik entsteht.
An der Performance nehmen fünf Musiker teil. Vor jedem Set wirft ein Zuschauer einen Würfel. Die Würfelreihe bestimmt die Anzahl der Sets, die Größe des Ensembles und die Zusammensetzung der Musiker. Auf diese Weise wird das Publikum zum Teil des Kompositionsprozesses: Es beeinflusst die musikalischen Entscheidungen zwar nicht direkt, legt aber die Struktur fest, innerhalb derer diese getroffen werden.
Nachdem die Besetzung feststeht, entscheiden die Musiker selbst, was sie spielen. Ihre Freiheit geht mit einer Einschränkung einher: Sie wählen nicht aus, mit wem sie auf der Bühne stehen werden. Jedes neue Ensemble erfordert es, die Interaktion neu aufzubauen, einander zuzuhören und eine gemeinsame Sprache zu finden. Daher entsteht die Musik nicht aus einer vorgegebenen Form, sondern aus dem Prozess der gemeinsamen Entscheidungsfindung.
Der Zufall ersetzt hier weder die Urheberschaft noch schafft er ein Werk. Er bestimmt lediglich die Ausgangsbedingungen, aus denen es sich entwickelt. Jeder Würfelwurf wird zu einer Möglichkeit, eine neue Begegnungssituation zu gestalten, und jede Aufführung zu einem einzigartigen Ergebnis dieser Begegnung.
Wir machen es konsequent: Der Zufall, der die Musik bestimmt, entscheidet auch über den Eintrittspreis. Beim Eintritt wirft der/die Zuschauer/in einen Würfel: 3–15 € | 2–10 € ermäßigt